Trotz schwieriger Gesamtlage haben Kunden überall auf der Welt unverminderten Appetit auf Bio: Den weltweiten Umsatz des Bio-Markts 2008 schätzt Amarjit Sahota vom britischen Marktforschungsunternehmen Organic Monitor anlässlich der diesjährigen BioFach auf 50,9 Mrd. US-Dollar. Dabei entfallen 26 Mrd. US-Dollar auf Europa, 23 Mrd. auf die USA sowie 950 Mio. auf Asien.
Ersten Schätzungen des BÖLW, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Berlin (D), zufolge, hat sich 2009 der deutsche Bio-Umsatz auf Vorjahresniveau bei 5,85 Mrd. EUR eingependelt. Neuste Zahlen des Verbraucherpanels der Gesellschaft für Konsumforschung, GfK, Nürnberg (D), zeigen: Zwar ging der Wert der Bio-Einkäufe bei Lebensmitteln und Getränken leicht zurück (-1 %), jedoch stieg die eingekaufte Menge (+2,3 %). Somit ist der minimale Umsatzrückgang auf die Preisentwicklung und nicht auf geringere Einkaufsmengen zurückzuführen.
Beste Perspektiven für die traditionelle Einkaufstätte für Naturkost attestiert Klaus Braun von der gleichnamigen Kommunikationsberatung, Speyer (D): „Der Bio-Fachhandel ist flächenbereinigt, das heißt auf bereits bestehenden Flächen 2009 um 3,1 % gewachsen. Nimmt man die Erweiterungen und Neueröffnungen hinzu, ergibt sich ein Umsatzzuwachs von 6,3 %. Dabei blieb die durchschnittliche Kostenbelastung konstant und die Erträge konnten leicht verbessert werden. Dies führte zu einer Steigerung der Betriebsergebnisse.“
Quelle: BioFach